Deutscher Vizemeistertitel geht nach Wehrheim

Ulm. Nach Ulm ins schöne Donaustadion ging es für drei Athleten der TSG Wehrheim zu den Deutschen Meisterschaften U18/20 am 26. bis 28. Juli 2019: Qualifiziert hatte sich Oliver Koletzko (U18) im Weitsprung, Stabhochspringer Max Lehl und Mehrkämpfer Jeremy McQueen über 110m Hürden und Weitsprung (beide U20).

Für Oliver Koletzko wurde es am ersten Wettkampftag ein ganz spannender Wettbewerb. In seinem ersten Jahr der U18 galt er mit seiner starken Vorleistung von 7,48m zu den Favoriten. Die Ergebnisse seiner ersten Weitsprungversuche „tummelten“ sich um die 7-Metermarke. Auch nach dem 5. Versuch blieb der Kaderathlet damit weiterhin auf Platz 4. Eine längere Wettkampfpause galt es zu meistern, die sich durch eine schwerwiegende Verletzung des führenden Konkurrenten Boateng Mireku Carl-Junior (Hamburger SV) ergab. Eine schwierige Situation für den TSG Wehrheimer im roten Trikot, denn jetzt galt es im entscheidenden, letzten Sprung am Wettkampf wieder anzuknüpfen, Nervenstärke zu beweisen und die erforderliche Leistung auf den Punkt abzurufen. Es sollte gelingen: Oliver Koletzko landete nach 6,32m in der Weitsprunggrube und sicherte sich so – wie schon im letzten Jahr – die Silbermedaille und den deutschen Vizetitel!

Stolz zeigt sich der Deutsche Vizemeister Oliver Koletzko

Nicht ganz zufrieden zeigte sich Stabartist Max Lehl (U20) nach seinem Wettkampf. Seit der Wintersaison hat sich der TSG Wehrheimer auf den Stabhochsprung fokussiert. „Auf meine bisherige Höhe von 4,63m möchte ich heute ein paar Zentimeter draufpacken,“ stellte dieser vorab klar. Der Wettkampf startete gut – Max meisterte die Einstiegshöhe 4,40m und 4,55m problemlos. Für die 4,70m wechselte der Kaderathlet auf einen härteren Stab. Leider konnte dieser die technisch notwendigen Abläufe an diesem Tag (noch) nicht abrufen. Das Gesamtergebnis mit Platz 4 konnte sich dennoch sehen lassen.

Platz 4 für Max Lehl

Zehnkämpfer Jeremy McQueen (U20) schnürte zunächst seine Sprintspikes für den 110m-Hürdenlauf. Eine neue Bestzeit und die Qualifikation für den Zwischenlauf hatte dieser mit seinem TSG Mehrkampftrainer Uli Lehl fest im Blick. In einem schnellen Lauf konnte er beide Ziele erreichen und freute sich über eine starke neue Bestzeit von 14,67 Sekunden und die Quali für den Zwischenlauf. „Vielleicht kann ich noch ein paar Hundertstel gut machen“, stellte der Mehrkämpfer vor dem Zwischenlauf in den Raum. Ein Fehlstart seines benachbarten Bahnläufers brachte Jeremy jedoch aus dem Konzept. „Nach dem Fehlstart kam ich nicht so gut aus dem Block – schade, aber mit der neuen Zeit bin ich sehr zufrieden,“ wusste dieser nach dem Lauf zu berichten.

Neue Bestzeit für Jeremy McQueen

Schuhwechsel für die Weitsprunggrube: Mit der starken Vorleistung von 7,30m lag für Jeremy McQueen eine Platzierung unter den Top-Drei im Rahmen der Möglichkeiten. In jedem Fall sollte eine Finalteilnahme gelingen. Hier hatte der Kaderathlet etwas Pech und traf das Brett bei seinen ersten beiden Sprüngen nicht optimal: zweimal knapp übergetreten war die Bilanz. Der dritte Versuch war dann mit 6,60m zwar gültig, konnte aber eher als Sicherheitsversuch eingeordnet werden, so dass er mit Platz 13 den Einzug ins Finalspringen verpasste. Angreifen wird der Wehrheimer bei seinem Zehnkampf im selbigen Ulmer Stadion Mitte August und wird sicherlich zeigen, dass da noch „Luft“ nach oben ist.

Trainer Uli Lehl freut sich über die Leistungen seiner Schützlinge Max Lehl und Jeremy McQueen

Text und Bild: K. Lehl